NGNF-PLUS
Neue Funktionen von Proteinen der BCL-2 Familie in Glioblastomen: Invasivität und Autophagie
| Leitung: | Dr. Wilfried Roth | |
| Institut: | DKFZ Heidelberg | |
| Homepage: | www.dkfz.de/apoptosis |
Bcl-2-Proteine sind vor allem
bekannt durch ihre zentrale Rolle als Regulatoren des apoptotischen Zelltodes
(Typ-1-Zelltod). In Glioblastomen, den häufigsten malignen Hirntumoren,
vermitteln die Proteine Bcl-2 und Bcl-xL einen resistenten zellulären Phänotyp,
der sich in einer gesteigerten klinischen Resistenz des Tumors gegenüber
Bestrahlung oder Chemotherapie auswirken kann. Neuere Daten zeigen, daß Bcl-xL
auch die Invasivität von Glioblastomzellen fördern kann. Diese neue
Bcl-xL-Funktion wird durch transkriptionelle Effekte vermittelt und ist nicht
abhängig von der anti-apoptotischen Wirkung von Bcl-xL. Außerdem wurden Bcl-2
und Bcl-xL in jüngster Vergangenheit als Regulatoren des autophagozytischen
Zelltodes charakterisiert (Typ-2-Zelltod). Zudem wird vermutet, daß die
Autophagie eine wesentliche Rolle in der Entwicklung und Therapieresistenz von
Glioblastomen spielt. Das Ziel unseres Projektes ist es, die neu entdeckten
Funktionen von Bcl-2 und Bcl-xL - Regulation von Invasivität und Autophagie - molekularbiologisch
und zellbiologisch in Glioblastomen zu charakterisieren. Außerdem sollen therapeutische
Zielstrukturen identifiziert werden, die bei malignen Hirntumoren die
Invasivität der Tumorzellen hemmen und autophagozytotischen Zelltod auslösen
können. Auf diesen Erkenntnissen aufbauend soll eine Autophagie-induzierende Substanz
(Temsirolimus) präklinisch und klinisch für Glioblastome erprobt werden.
KTT
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