NGFN-PLUS
Funktionelle Assays in Prostatakarzinom Zell-Linien
| Leitung: | Prof. Dr. Jan Mollenhauer | |
| Institut: | University of Southern Denmark | |
| Homepage: | www.sdu.dk/ |
In den vergangenen Jahren wurde eine große Anzahl von Genen identifiziert, die mit der Entstehung oder Progression von Prostatakrebs in Verbindung gebracht wurden. Allerdings ist es für die meisten dieser Gene noch weitgehend unklar, welche Rolle sie bei den vielfältigen molekularen und zellulären Prozessen im Tumor spielen.
Im Teilprojekt SP11 wird ein hoch standardisiertes zelluläres System zur funktionellen Analyse von Kandidatengenen im Prostatakarzinom genutzt. Hierzu werden zunächst sogenannte Akzeptor-Zelllinien aus bereits bewährten Prostatakrebszelllinien (PC-3, LNCaP) konstruiert. In diese können nachfolgend seriell und mit hoher Effizienz Kandidatengene stabil ins Genom über ortspezifische Rekombination eingebracht werden, so dass Bibliotheken von isogenen rekombinanten Zelllinien entstehen. Die Gene in den einzelnen Linien lassen sich durch chemische Aktivierung anschalten und auf ihre Rolle an zellulären Vorgängen überprüfen. Der erste Funktionstest beinhaltet die Messung der Tumrozell-Wachstum nach Gen-Aktivierung. Nachfolgend werden weitere Parameter wie Invasionsverhalten und Migrationspotential der Zellen untersucht. Basierend auf diesen Ergebnissen, sollen ausgewählte rekombinante Zelllinien in Xenograft Mausmodellen in vivo analysiert werden (SP12). Das Ziel ist es, durch eine umfassende Charakterisierung der Effekte von Genen auf humane Tumorzellen neue Zielmoleküle für die zukünftige Therapie des Prostatakarzinoms zu definieren.
KTT
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