NGFN-PLUS

Funktionelle Studien mit Transgenen Mausmodellen und Proteomanalyse

Leitung:    Prof. Dr.Andreas Zimmer                                                                         Prof. Dr.Wolfgang Wurst                                                                          Prof. Dr.Chris Turck
Institut: Institut für  Molekulare Psychiatrie, Universitätsklinikum Bonn                 Institut für Entwicklungsgenetik, Helmholtz Zentrum München                      Max Planck Institut für Psychiatrie
Ziel dieses Subprojektes ist die funktionelle Validierung von Suzeptibilitätsgenen für unipolare und bipolare affektive Störungen sowie für Schizophrenie. Kandidatengene, die mittels genomweiter Assoziationsstudien identifiziert werden, sollen mit Hilfe geeigneter genetischer Mausmodelle in vivo untersucht werden. Diese Mausmutanten sollen verhaltensbiologisch aber auch mit Hilfe molekularer Methoden wie der Proteomanalyse charakterisiert werden. Dieser Ansatz wird es ermöglichen die im Rahmen der IG identifizierten Kandidatengenloci als potentielle genetische Determinanten von psychiatrischen Erkrankungen zu validieren sowie potentielle Biomarker zu identifizieren. Initial wird die funktionelle Validierung des Ionenkanals P2RX7 sowie von Proteinen, die im Rahmen des D-Serin Metabolismus eine Rolle spielen, erfolgen. Das Projekt wird sich verschiedene Linien von genetisch veränderten Mausmutanten zu Nutze machen, mit dem Ziel diese Kandidatengene als Risikofaktoren und möglicherweise diagnostische  Marker für die wichtigsten psychiatrischen Erkrankungen zu validieren.Biomarker. Biomarker sind Messgrössen für biologische Krankheitsparameter. Ein Ansatz, der zur Identifizierung von Biomarkern immer größeres Interesse findet, ist die Etablierung geeigneter Mausmodelle für die entsprechenden Krankheitsphänotypen. Dieser Ansatz hat mehrere Vorteile gegenüber jenem, der versucht, menschliche Proben direkt auf Proteinunterschiede zwischen erkrankten und gesunden Phänotypen zu untersuchen. Vor allem ist die Tatsache zu nennen, dass bei Mausmodellen kaum inter-individuelle Unterschiede zum Tragen kommen, die bei der Analyse von menschlichen Proben zu einem niedrigen Biomarker „Signal-to-Noise“-Verhältnis führen. Die von Profs. Zimmer und Wurst etablierten Mausmodelle werden durch moderne Proteomik Methoden, die auf einer Markierung der Tiere mit stabilen Isotopen und nachfolgender massenspektrometrischen Analyse beruht, auf Protein Expressionsunterschiede hin untersucht. Die identifizierten Biomarker Kandidaten werden anschliessend mit Liquor-Proben von Patienten, die an affektiven oder neurologischen Störungen leiden, auf klinische Applikationen hin untersucht.



Weitere relevante Internet-Links:
The Biomarkers Consortium
Weitere Teilprojektleiter: