NGFN-PLUS
Endophänotypisierung alkoholabhängiger Patienten mit fMRT: Genetische Modulation und Behandlungsresponse
| Leitung: | Prof. Dr. med. Andreas Heinz Prof. Dr. med. Dr. phil. Henrik Walter Prof. Dr. med. Falk Kiefer | |
| Institut: | Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Charité-Universitätsmedizin BerlinKlinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Bonn Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, Mannheim | |
| Homepage: | www.charite.de/psychiatrie |
Die Alkoholabhängigkeit ist eine der häufigsten neuropsychiatrischen Erkrankungen unserer Gesellschaft. Chronischer Alkoholmissbrauch verursacht nicht nur körperliche und psychische Schäden sondern stellt auch ein ernst zu nehmendes soziales und ökonomisches Problem dar. Trotz zahlreicher psychologischer und medikamentöser Therapien, bleibt das Rückfallrisiko bei abhängigen Patienten auch nach Jahren der Abstinenz sehr hoch. Neue, effektivere Therapieansätze werden daher dringend benötigt. Das Risiko an einer Alkoholabhängigkeit zu erkranken ist zu circa 50% genetisch bedingt. Um neue Therapieansätze und Diagnoseverfahren zu schaffen, ist ein erweitertes Verständnis der genetischen und biologischen Grundlagen der Alkoholabhängigkeit eine absolute Vorraussetzung.
Das Ziel dieser Multi-Center-Studie ist es, zu untersuchen auf welche Weise genetische Variationen das Risiko, eine Alkoholabhängigkeit zu entwickeln, erhöhen. Daher erforschen Wissenschaftler aus Berlin, Bonn und Mannheim mithilfe der funktionellen Kernspintomographie spezifische Hirnmechanismen, die von der Alkoholabhängigkeit beeinflusst sind. Zu diesen Mechanismen gehören die Verarbeitung von Belohnungs- und Bestrafungssituationen, die Verhaltenskontrolle und das Gedächtnis. Des Weiteren wird untersucht welche Gene und Gen-Gen-Interaktionen diesen veränderten Mechanismen zugrunde liegen. Dieser Forschungsansatz hat das Potential „Suchtpfade“ aufzudecken, durch die Gene über ihren Einfluss auf neuronale Mechanismen, die Persönlichkeit, das Trinkverhalten und den Abstinenzerfolg beeinflussen können.
Von speziellem Interesse in diesem Projekt ist das sogenannte „verhaltensverstärkende“ System, welches natürliche Belohnungsreize (z.B. Nahrung, Sex) verarbeitet und welches die Wahrnehmung und das Verhalten alkoholabhängiger Menschen mehr und mehr auf Alkoholreize fokussiert. Zwei wichtige Botenstoffe sind im verhaltensversträrkendem System von Bedeutung: das Dopamin und, über indirektere Einflüsse, das Glutamat. In dem Projekt wird untersucht, wie dopaminerge und glutamaterge Gene die neuronalen Mechanismen der Belohungsverarbeitung sowie weitere Hirnprozesse, die Persönlichkeit, das Trinkverhalten und den Abstinenzerfolg beeinflussen. In Zukunft könnte dieses Wissen zu neuen, effektiveren Therapien, wie z.B. zu neuen Medikamenten, führen.
In dieser großangelegten Studie werden über einen Zeitraum von insgesamt 5 Jahren mehrere hundert alkoholabhängige und nicht abhängigen Teilnehmer untersucht.
Weitere Teilprojektleiter:
Das Ziel dieser Multi-Center-Studie ist es, zu untersuchen auf welche Weise genetische Variationen das Risiko, eine Alkoholabhängigkeit zu entwickeln, erhöhen. Daher erforschen Wissenschaftler aus Berlin, Bonn und Mannheim mithilfe der funktionellen Kernspintomographie spezifische Hirnmechanismen, die von der Alkoholabhängigkeit beeinflusst sind. Zu diesen Mechanismen gehören die Verarbeitung von Belohnungs- und Bestrafungssituationen, die Verhaltenskontrolle und das Gedächtnis. Des Weiteren wird untersucht welche Gene und Gen-Gen-Interaktionen diesen veränderten Mechanismen zugrunde liegen. Dieser Forschungsansatz hat das Potential „Suchtpfade“ aufzudecken, durch die Gene über ihren Einfluss auf neuronale Mechanismen, die Persönlichkeit, das Trinkverhalten und den Abstinenzerfolg beeinflussen können.
Von speziellem Interesse in diesem Projekt ist das sogenannte „verhaltensverstärkende“ System, welches natürliche Belohnungsreize (z.B. Nahrung, Sex) verarbeitet und welches die Wahrnehmung und das Verhalten alkoholabhängiger Menschen mehr und mehr auf Alkoholreize fokussiert. Zwei wichtige Botenstoffe sind im verhaltensversträrkendem System von Bedeutung: das Dopamin und, über indirektere Einflüsse, das Glutamat. In dem Projekt wird untersucht, wie dopaminerge und glutamaterge Gene die neuronalen Mechanismen der Belohungsverarbeitung sowie weitere Hirnprozesse, die Persönlichkeit, das Trinkverhalten und den Abstinenzerfolg beeinflussen. In Zukunft könnte dieses Wissen zu neuen, effektiveren Therapien, wie z.B. zu neuen Medikamenten, führen.
In dieser großangelegten Studie werden über einen Zeitraum von insgesamt 5 Jahren mehrere hundert alkoholabhängige und nicht abhängigen Teilnehmer untersucht.
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