NGFN-PLUS

Charakterisierung genetischer Mausmodelle der Parkinsonschen Erkrankung

Leitung:    Prof. Dr. Wolfgang Wurst
Institut: Institut für Entwicklungsgenetik, Helmholtz Zentrum München
Homepage: http://www.helmholtz-muenchen.de/idg
Das Ziel dieses Teilprojektes an der HMGU ist die in vivo Analyse der Funktion von LRRK2, einem dominant vererbten mit der Parkinsonschen Erkrankung assoziierten Gen. Hierfür ist geplant verschiedene Mausmodelle zu erstellen, die entweder loss-of-function Modelle (konditinaler knock-out, knock-down) oder gain-of-function Modelle darstellen (knock-in von humanpathogenen Mutationen). Alle Modelle werden im Detail morphologisch, biochemisch und verhaltensbiologisch analysiert. Da die identifizierte humanen Mutationen in LRRK2 meist zu einer gesteigerten Kinaseaktiviät von LRRK2 führen, werden wir durch Kreuzungen mit Modellen die den ERK-signalweg betreffen, die Bedeutung dieses Signalweges für die Funktion von LRRK2 untersuchen. Weiterhin werden wir im Detail die zelluläre Funktion von LRRK2 im Hinblick auf die Integrität und Funktion des Zytoskeletts und den Einfluss des Alterungsprozesses auf die pathogene Funktion der mutierten LRRK2 Proteine untersuchen. Die Ergebnisse dieses Teilprojektes (Generierung und Analyse der Tiermodelle) werden wesentlich zu dem Verständnis der Pathogenese der PD beitragen und sie bilden die Basis für die Entwicklung neuer therapeutischer Verfahren.





Abbildung: Mäuse, die als genetische Tiermodelle der Parkinsonschen Erkrankung (PD) untersucht werden, durchlaufen verschiedenste Verhaltenstests, um Störungen im Verhalten zu bestimmen, die mit den motorischen und nicht-motorischen Symptomen der PD assoziiert sind. Im Bild ist eine Maus dargestellt, die erfolgreich einen Geruch in einem Geruchsunterscheidungstest identifiziert.
Weitere Teilprojektleiter: