NGFN-PLUS
Identifizierung und Charakterisierung pathogenetisch relevanter Gene bei der akuten myeloischen Leukämie (AML)
| Leitung: | Prof. Dr. Hartmut Döhner | |
| Institut: | Universität Ulm / Universitätsklinikum Ulm | |
| Homepage: | www.uniklinik-ulm.de/ |
Fortschritte in “High-Throughput Sequencing” Technologien haben gezeigt, dass in vielen Tumorentitäten individuelle Tumoren eine weitaus größere Anzahl von Genmutationen aufweisen als initial angenommen. Mit Hilfe eines „High-Throughput Ultra-Deep Amplicon Sequencing“ Ansatzes sollen nun Leukämie-relevante Gene über den Nachweis Leukämie-assoziierter Mutationen identifiziert werden, die von pathogenetischer, diagnostischer, prognostischer und therapeutischer Bedeutung sein können. Um dieses Ziel zu erreichen werden die Ergebnisse der „High-Throughput Sequencing“ Analysen im Rahmen integrativer Auswertungen im Kontext von globalen Genexpressionsdaten, Ergebnissen von globalen genomischen Analysen (ArrayCGH oder SNP Microarray Daten) sowie im Rahmen von im NGFN Leukämie Netzwerk vorhandenen „Omics“ Datensätzen analysiert. Zusätzlich werden signifikante Befunde in größeren Kollektiven validiert/überprüft und mit klinischen Informationen, die im Rahmen prospektiver multizentrischen Therapiestudien der Deutsch-Österreichischen AML Studiengruppe (AMLSG) erhoben werden, korreliert. Für selektierte Kandidatengene werden weitere funktionelle Analysen in Zelllinien- und murinen Transplantationsmodellen angeschlossen. Letztendlich sollen Leukämie-assoziierte Mutationsprofile neue Einblicke in die molekularen Mechanismen der Leukämogenese sowie die Grundlange für ein individualisiertes Patientenmanagement liefern.

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