NGFN-PLUS
Augenscreen
| Leitung: | Prof. Dr. Jochen Graw | |
| Institut: | Institut für Entwicklungsgenetik, Helmholtz Zentrum München | |
| Homepage: | www.helmholtz-muenchen.de/en/idg |
Blindheit und Beeinträchtigungen der Sehfähigkeit sind weit verbreitete Erkrankungen, die zu einem Verlust an Lebensqualität und einer Verkürzung der Lebenszeit führen. Weltweit sind 50 Millionen Leute blind. In der Deutschen Mausklinik (GMC) werden Mausmutanten in einer umfassenden, standardisierten Phänotypisierung analysiert, um validierte Modelle für humane Erkrankungen zu etablieren. Der Augenscreen überprüft die Sehfähigkeit der Mausmutanten mit nicht-invasiven Methoden. Morphologische Anomalien des Auges werden im primären Screen mittels Spaltlampenbiometrie (Hornhaut, Iris und Linse) und Ophthalmoskopie (Retina, Sehnervenscheibe und Blutgefäße) analysiert. Es ist geplant, diese Untersuchungen durch Einsatz einer Scheimpflugkamera bzw. mittels optischer Kohärenztomografie zu optimieren. Erweitert wird der Primärscreen durch die Laser-Interferenz-Biometrie zur Vermessung verschiedener Augengrößen-Parameter (z.B. Achsenlänge des Auges) sowie durch einen Sehtest mit der optokinetischen Trommel. Die Untersuchungen werden durch sekundäre Testmethoden vervollständigt, wie die Elekroretinographie (ERG, ein retinaler Funktionstest) und die histologische Analyse.

Bild Augenscreen: Virtueller Sehtest
Im virtuellen Sehtest wird die Maus einem Streifenmuster ausgesetzt, das sich im oder gegen den Uhrzeigersinn bewegt. Sehende Mäuse folgen dem Muster mit einer charakteristischen Kopfbewegung (Head-tracking-Reflex).
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Bild Augenscreen: Virtueller Sehtest
Im virtuellen Sehtest wird die Maus einem Streifenmuster ausgesetzt, das sich im oder gegen den Uhrzeigersinn bewegt. Sehende Mäuse folgen dem Muster mit einer charakteristischen Kopfbewegung (Head-tracking-Reflex).
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