NGFN-PLUS
Genetische Grundlagen der Levetirazetam Pharmakoresistenz und Nebeneffekte bei Epilepsie-Patienten
| Leitung: | Dr. Susanne Schoch McGovern | |
| Institut: | Institut für Neuropathologie, Bonn | |
| Homepage: | http://www.meb.uni-bonn.de/neuropath/ |
Pharmakoresistenz und Nebenwirkungen von Antiepileptika (AE) sind substanzielle Probleme der Epilepsie-Therapie. Mit der Identifizierung des synaptischen Vesikel-Proteins SV2A als hochaffinen Bindungspartner des AE Levetirazetam (LEV) wurde die Präsynapse als Zielort für AE bedeutsam. Für viele Patienten wäre LEV eine gute Behandlungsoption. Jedoch treten in bis zu 8% der LEV-behandelten Patienten Nebenwirkungen auf, die zum Behandlungsabbruch führen. Wir werden die genetischen Grundlagen der Pharmakoresistenz und Nebenwirkungen auf LEV sowie die Funktion des SV2A bei Epilepsie folgendermassen untersuchen: Sequenzanalyse des SV2A-Gens hinblicklich LEV-Pharmakoresponse; Genom-weite Analyse für genetische Faktoren bezüglich Pharmakoresistenz und Nebenwirkungen auf LEV; Analyse, ob Pharmakoresistenz auf LEV durch verminderte Bindung zwischen LEV und SV2A bedingt wird; Untersuchung der Korrelation zwischen Pharmakoresistenz und hippokampaler SV2A-Expression; Analyse der Bedeutung von SV2A bei Epileptogenese, Anfallsgenerierung bzw. -suppression. Unsere Untersuchungen sollen zur Entwicklung neuartiger AE beitragen und die Behandlung mit AE effizienter sowie kostengünstiger gestalten.
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