NGFN-PLUS
Charakterisierung prädiktiver Protein Netzwerke und neuer Ziel-Proteine des Neuroblastoms
| Leitung: | Prof Dr. W. Schubert Dr. A. Oberthür Prof. Dr. F. Berthold | |
| Institut: | Molecular Pattern Recognition Research Group, Universität. Magdeburg | |
| Homepage: | www.med.uni-magdeburg.de/Zentrale |
Das Teilprojekt 9 basiert auf
einer neuen Technologie (MLEC/TIS). Die Technologie ermöglicht es erstmals,
zusammenhängende Protein Netzwerke in einzelnen Zellen oder einzelnen
Gewebeschnitten zu lokalisieren, die für die Myriaden normaler zellulärer
Funktionen und Fehlfunktionen bei Krankheiten verantwortlich sind (Abbildungen,
Literatur, Internationale Auszeichnungen, s. Anhang). Die Technologie beruht
auf zyklischen Fluoreszenz Imaging Abläufen auf ein und derselben biologischen
Probe. Dadurch wird die bisherige Grenze der Fluoreszenzmikroskopie im Hinblick
auf die gleichzeitige Sichtbarmachung von nur wenigen Proteinen aufgehoben: Es
kann eine quasi beliebige Zahl von Proteinen gleichzeitig sichtbar gemacht werden.
Es ergibt sich ein exponentieller Zuwachs biologischer Information:
Zusammenlagerungen höherer Ordnung von Proteinen (Protein Cluster), die sich zu
Netzwerken verbinden, sind unmittelbar als Mosaik erkennbar und können mit
exakten mathematischen Methoden quantifiziert werden. Bisher verborgene
hierarchische Regeln der räumlichen Organisation von Proteinen im sog Toponom
(kompletter Protein Netzwerk Code von Zellen und Geweben) werden zugänglich.
Wie wir schon gezeigt haben, decken Toponom Daten sog. Leitproteine auf, die
abnorme molekulare Netzwerke bei Krankheiten kontrollieren (proof of concept).
Das langfristige Ziel des Projektes ist es, den krankheitsspezifischen Protein
Netzwerk Code von Neuroblastom Zellen zu entschlüsseln. In Kooperation zweier
klinischer Gruppen in Köln/Essen und einer Technologie basierten Gruppe in
Magdeburg, möchten wir im Hinblick auf verschiedene Verlaufsformen der
Neuroblastom Erkrankung prädiktive Protein Netzwerke und valide neue
Ziel-Proteine (Leit Proteine) für die Entwicklung selektiver und effizienter
Arzneimittel finden.

Links: Mehr als 7.000 verschiedene Protein Cluster innerhalb einer einzelnen Zelle.
Schubert W, Bonnekoh B, Pommer AJ, Philipsen L, Boeckelmann R, Malykh Y, Gollnick H, Friedenberger M, Bode M., Dress AW. Analyzing proteome topology and function by automated multidimensional fluorescence microscopy.
Nature Biotechnology 2006; 24(10): 1270 – 1278 (mit Titelbild, siehe oben).
Mitte: Abbott A. Mapping Togetherness. Nature 443, 609, 2006 (Proteomics Research Highlight zu Ref 1)
Rechts: Ein umfassendes Proteinnetzwerk der Zelloberfläche einer einzelnen Zelle.
Friedenberger M, Bode M, Krusche A, Schubert W. Fluorescence detection of protein clusters in individual cells and tissue sections by using toponome imaging system (TIS): sample preparation and measuring procedures.
Nature Protocols 2007;2(9):2285-94 (mit Titelbild, siehe oben).
Weitere Teilprojektleiter:

Links: Mehr als 7.000 verschiedene Protein Cluster innerhalb einer einzelnen Zelle.
Schubert W, Bonnekoh B, Pommer AJ, Philipsen L, Boeckelmann R, Malykh Y, Gollnick H, Friedenberger M, Bode M., Dress AW. Analyzing proteome topology and function by automated multidimensional fluorescence microscopy.
Nature Biotechnology 2006; 24(10): 1270 – 1278 (mit Titelbild, siehe oben).
Mitte: Abbott A. Mapping Togetherness. Nature 443, 609, 2006 (Proteomics Research Highlight zu Ref 1)
Rechts: Ein umfassendes Proteinnetzwerk der Zelloberfläche einer einzelnen Zelle.
Friedenberger M, Bode M, Krusche A, Schubert W. Fluorescence detection of protein clusters in individual cells and tissue sections by using toponome imaging system (TIS): sample preparation and measuring procedures.
Nature Protocols 2007;2(9):2285-94 (mit Titelbild, siehe oben).
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