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DiGtoP – Von Krankheitsgenen zu Signalwegen

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Leitung:    Prof. Dr. Wolfgang Wurst
Institut: Institut für Entwicklungsgenetik, Helmholtz Zentrum München
Homepage: www.helmholtz-muenchen.de

Die Genomforschung hat in den vergangenen Jahren eine Vielzahl von mutierten Genen identifiziert, die ursächlich mit humanen Krankheiten, z. B. neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen, Krebs, Diabetes und Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems in Verbindung gebracht werden können. Eine Problematik der Genomforschung besteht darin, dass zwar einzelne Gene identifiziert, diese jedoch nicht spezifischen Signalwegen zugeordnet werden können. Vor allem für neu entdeckte Gene ist es schwierig vorherzusagen, wie eine Mutation dieses Gens letztendlich zur Entstehung einer Krankheit beiträgt. Auch spiegeln Krankheitsmodelle nur bedingt den tatsächlichen humanen Krankheitsphänotyp wider, was offensichtlich auf unterschiedliche Proteininteraktionen zurückzuführen ist. Ziel von DiGtoP ist es deshalb, Proteininteraktionen relevanter Kandidatengene von Mensch und Maus zu vergleichen. Durch die Kartierung von Proteininteraktionswegen werden physikalischen Beziehungen und Signalwege identifiziert, die anschließend funktionell validiert werden können.

Im Gegensatz zum Genom ist das Proteom ist kein starres Gebilde sondern stellt eine dynamische Einheit dar. Dennoch liegt dem Proteom ein stabiler Kern zugrunde, der kartiert werden kann.
Im Rahmen von DiGtoP werden mithilfe neuester Entwicklungen der Genomik und  Proteomik Methoden zur Einordnung von Krankheitsgenen in Signalwege entwickelt und standardisiert. Das Vorhaben wird durch reziproke Validierung der Ergebnisse und funktionelle Studien ergänzt und komplementiert. DiGtoP ist es somit möglich, eine einzigartige Datenbank des Säugetierproteoms zu etablieren und diese zum Studium der Signalwege bereits bekannter und neuer Kandidatengene für Krankheit und Therapie zu nutzen.




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