Wissenschaftler aus Kiel und Berlin identifizieren neue genetische Risikoregionen für Neurodermitis
Wissenschaftlern in Kiel und Berlin ist es in Zusammenarbeit mit Forschern aus England, Irland, der Schweiz sowie den USA, Japan und China gelungen, Varianten in vier genetischen Abschnitten zu identifizieren, die das Risiko für Neurodermitis stark erhöhen. Die Ergebnisse der Studie der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie und des Institutes für klinische Molekularbiologie (IKMB) des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Kiel, der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) sowie des Exzellenzclusters Entzündungsforschung, des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch und der Pädiatrischen Allergologie des Experimental and Clinical Research Centers der Charité und des MDC veröffentlichte jetzt die Fachzeitschrift Nature Genetics.
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Neue Genorte entdeckt, die „extreme“ Maße für Körperhöhe und Körpergewicht beeinflussen
Elf neue Genorte, die mit „extremen“ Maßen für Körperhöhe und Körpergewicht des Menschen assoziiert sind, wurden nun identifiziert. Im Rahmen des internationalen Konsortiums GIANT („Genetic Investigation of ANthropometric Traits”) haben NGFN-Wissenschaftler menschliche Genome von 250.000 Individuen in Metaanalysen untersucht. Die Ergebnisse wurden in dem renommierten Fachjournal „Nature Genetics“ veröffentlicht.
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Die genetischen Ursachen des Herzinfarktes sind noch breiter verwurzelt!
Ein globales Konsortium hat in der bislang größten Studie die erblichen Ursachen des Herzinfarktes genauer definiert. Das Team, welches auch von den NGFN-Wissenschaftlern Prof. Dr. Jeanette Erdmann, Lübeck, und Prof. Dr. Heribert Schunkert, München, geleitet wird, hat 104 Genorte entdeckt, die mit großer Sicherheit zum Herzinfarktrisiko beitragen. Insgesamt 46 Chromosomenabschnitte können nun mit genomweiter Signifikanz, d.h. der höchsten Stufe der statistischen Gewissheit, als ursächlich für die bedrohliche Erkrankung angesehen werden. Damit ist das Herzinfarktrisiko viel stärker genetisch verwurzelt als bislang angenommen.
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Deutschland hat ein „dickes“ Problem - Workshop zur Prävention von Adipositas in Deutschland
Mehr als die Hälfte der Deutschen ist übergewichtig, ein Viertel ist sogar adipös. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, ist es notwendig, dass die Prävention von Adipositas in Deutschland stärker vorangetrieben wird. Entscheidend ist, das Thema Adipositas in einem gesellschaftlichen Konsens anzupacken; Akteure aus verschiedenen Bereichen wie der Politik, der Wissenschaft, dem Gesundheits-wesen aber auch der Lebensmittelindustrie sowie der Medien werden in der Verantwortung gesehen und sind aufgefordert, gemeinsam zu agieren. Zu diesem Schluss kamen Experten im Rahmen des Workshops „Perspektiven der Prävention von Adipositas in Deutschland – Möglichkeiten und Grenzen", der unter reger Beteiligung am 25.10.2012 in Berlin stattfand.
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Diagnosemethode erweitert Behandlungsmöglichkeiten bei Brustkrebs - Proteintest findet versteckte Moleküle
Mit einer Immuntherapie können Patientinnen erfolgreich gegen Brustkrebs behandelt werden. Dafür verwendet man Antikörper, die sich an Oberflächenmoleküle des Tumors heften und das Tumorwachstum blockieren. Eines dieser Immun-Medikamente richtet sich gegen das Protein HER2, das allerdings nicht bei allen Varianten des Tumors vorkommt. Wissenschaftler haben ein neues, sensibles Diagnoseverfahren entwickelt, mit dem mehr Patientinnen von der Therapie profitieren könnten: Der Test spürt auch Krebszellen auf, die scheinbar HER2-frei sind – das Molekül aber trotzdem tragen.
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"1000 Genome-Schallmauer durchbrochen"
Internationales Forscherteam veröffentlicht Katalog von Genvarianten verschiedener Bevölkerungsgruppen
NGFN-Wissenschaftler haben im Rahmen des internationalen 1000 Genome-Projekts das Erbgut von 1092 Menschen aus der ganzen Welt sequenziert und in einem detaillierten Katalog von seltenen Genvarianten zusammengestellt. Die in der Fachzeitschrift Nature veröffentlichten Ergebnisse werden Wissenschaftlern dabei helfen, genetische Veränderungen von erkrankten Menschen zu interpretieren. Es handelt sich um die weltweit erste Studie, bei der mehr als 1000 individuelle Genome sequenziert und charakterisiert worden sind.
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Krebsfördernde Wirkung eines Proteins aufgeklärt: LIN28B induziert das Wachstum von Neuroblastomen
Das Neuroblastom ist der häufigste solide Tumor des Kindesalters und für rund 15% aller Krebstodesfälle im Kindesalter verantwortlich. Daher hat die Suche nach Ansatzpunkten für neue Behandlungsstrategien der Neuroblastome eine hohe Relevanz. Einem internationalen Forscherteam um Prof. Dr. med. Johannes H. Schulte aus dem Nationalen Genomforschungsnetz (NGFN) ist es nun gelungen, einen solchen Ansatzpunkt zu finden. Das Team konnte die krebsfördernde Wirkung des Proteins LIN28B bei der Neuroblastom-Entstehung nachweisen und die Ergebnisse jetzt in der angesehen Fachzeitschrift Nature Genetics veröffentlichen.
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